Der Rems-Murr-Kreis ist nicht unbedingt der leistungsstärkste Jobmotor in Baden-Württemberg. Dennoch bietet der Kreis eine Menge interessanter Job-Möglichkeiten. Zum einen ist natürlich, Dank der wunderbaren Natur, der Fremdenverkehr eine große Nummer. Es gibt viele Wanderwege und daher auch viele Unterkünfte und Gaststätten. Selbstverständlich spielt auch die Pflege der Naturdenkmäler eine Rolle.

Berufe in der Industrie

as60Gerade in der technologischen Hochindustrie, die von den ansässigen Firmen wie Ericsson oder Tesat-Spacecom vertreten werden, sind hochqualifizierte Arbeiter gefragt. Ericsson hat sich auf dem Markt der Informationstechnologie und besonders der Telekommunikation einen Namen gemacht. Hier werden Spitzenleute erwartet, insbesondere im Bereich der Mobiltelefonie, die im Zusammenschluss mit Sony zu Wege gebracht wird.

Noch spezialisierter ist das Kerngeschäft der Tesat-Spacecom. Ursprünglich Teil der AEG, aber nun schon lange eigenständig, produziert das Unternehmen hochkarätige Bauteile für Satelliten. Insbesondere handelt es sich dabei um Nutzlasten, also

  • Wanderfeldröhrenverstärker
  • Microwave Power Module
  • Electronic Power Conditioner

Man sieht also, dass nur weil die Eisenbahnen erst seit 20 Jahren mit Strom fahren, eine Region trotzdem nach den Sternen greifen kann.

Klassische Maschinenbauer werden dafür von Stihl und Kärcher gefragt. Beides sind Firmen, die aus dem Blue-Collar-Bereich nicht wegzudenken sind. Kein Waldarbeiter oder Förster würde ohne seine „Stihl“ in den Wald gehen, kein Zimmermann auf die Baustelle. Und wenn die Baustelle fertig ist und aufgeräumt wird, dann muss natürlich auch gleich der ganze Schmutz „weggekärchert“ werden.

Pflegeberufe

as61Mit all den gut ausgestatteten Kliniken und spezialisierten Zentren für spezifische Krankheiten, die es im Rems-Murr-Kreis gibt, ist es klar, dass dafür natürlich auch geschultes Personal benötigt wird. Von Fachärzten für Darmkrebs oder Herzkrankheiten, bis zu Pflegekräften aber auch Medizintechniker und Facility Manager. Sie werden alle gebraucht, um die Häuser am Laufen zu halten und damit das Leben der vielen Patienten zu retten. Dass dabei Kosten nicht immer eine Rolle spielen, zeigt das 2014 fertiggestellte Krankenhaus in Winnenden, für das der Kreistag 266 Millionen Euro ausgegeben hat.

Pendler

Selbstverständlich gibt es im Bereich des Rems-Murr-Kreises auch eine Menge Pendler. Stuttgart ist schließlich nur einen Katzensprung entfernt und sogar mit der Stuttgarter S-Bahn (und teilweise sogar mit der U-Bahn) zu erreichen. Diese Stadt ist wohlbekannterweise einer der Schwerpunkte der deutschen Autoindustrie. Sowohl Daimler Benz, als auch die Nobelmarke schlechthin, Porsche, produzieren hier ihre Qualitätsprodukte.

Außer der Autoindustrie haben aber auch Bosch und Siemens große Werke vor Ort. Es ist also klar, dass viele Arbeiter lieber in der schönen Region der Rems und der Murr wohnen und zum Arbeiten in die große Stadt pendeln.